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Die Kinder des roten Königs  
Die Kinder des roten Königs

von Jenny Nimmo
 
Vorgestellt von: Markus (Slytherin)


Allgemeines zum Buch Die Kinder des roten Königs und dem Autor Jenny Nimmo

Die Buchreihe „Die Kinder des roten Königs“ besteht aus mittlerweile acht Bänden um den Jungen Charlie Bone. Da die Reihe ursprünglich auf fünf Bände ausgelegt war, bilden diese auch eine in einem größeren Rahmen angelegte, in sich geschlossene Geschichte, während die drei nächsten Bände auch die Rahmenhandlung abschließen. Die acht Bände wurden im Zeitraum von 2003 bis 2010 geschrieben.
Die deutschen Titel beinhalten, in guter Harry Potter Manier, den Protagonisten Charlie Bone im Titel:
1. Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder
2. Charlie Bone und die magische Zeitkugel
3. Charlie Bone und das Geheimnis der blauen Schlange
4. Charlie Bone und das Schloss der tausend Spiegel
5. Charlie Bone und der rote König
6. Charlie Bone und das Magische Schwert
7. Charlie Bone und der Schattenlord
8. Charlie Bone und der scharlachrote Ritter
Die britische Autorin Jenny Nimmo, 1944 in Windsor geboren, schreibt bisher ausschließlich Kinder- und Jugendbücher, eine Thematik, mit der sie auch schon vor ihrer schriftstellerischen Tätigkeit beim Kinderprogramm der BBC zu tun hatte. Für ihr Kinderbuch „Die Silberne Spinne“ von 1986 (das bereits einige ähnliche Ideen wie die hier besprochene Reihe um Charlie Bone beinhaltet) erhielt sie mehrere Preise.
Die Reihe um Charlie Bone ist als echtes Kinderbuch konzipiert und ist ab 10 Jahren problemlos zu lesen. Gerade Kindern, denen Harry Potter zu blutig oder düster wird, ist Charlie Bone eine wunderbare Alternative.
Dazu noch eine Anmerkung, da viele Vergleiche zu Harry Potter im Umlauf sind:
Auch wenn manches von Charlie Bone an Harry Potter erinnert, hat Jenny Nimmo eine eigenständige, gänzlich andere Geschichte geschrieben. Die äußerlichen Ähnlichkeiten zum bekannten Zauberschüler geben höchstens ein angenehmes, vertrautes Grundgefühl. Die Unterschiede sind dagegen gravierend: Während Harry fast nur mit seinesgleichen verkehrt und alle auf gleiche Art und Weise zaubern, mischt Nimmo in Charlie Bone „normale“ und Schüler mit nur einer speziellen Fähigkeit. Daher ist Nimmos Welt realer als Rowlings: Harry agiert in einer magischen Parallelwelt, Charlie bleibt jedoch in der normalen Welt, die um einige ungewöhnliche, märchenhafte Elemente erweitert wird. Ein wesentlicher Unterschied ist auch, dass bei Rowling der eine gute gegen das personifizierte Böse kämpft und die Welt rettet, während Charlie und auch seine Gegner nie alleine etwas gegeneinander ausrichten können und Charlie auch nur versucht, seine kleine Welt um sich herum mit seinen Möglichkeiten (und Freunden) gerechter zu gestalten.

Inhaltsbeschreibung zum Buch Die Kinder des roten Königs von Jenny Nimmo

Nach dem frühen Tod seines Vaters wächst der zehnjährige Charlie Bone mit seiner Mutter bei seiner strengen Großmutter väterlicherseits auf. Abgesehen davon scheint bisher alles recht normal, doch eines Tages beginnt Charlie Stimmen zu hören, die aus einer Fotografie zu ihm sprechen, die er irrtümlich im Fotogeschäft erhalten hatte. Begeistert ruft Großmutter Bone ihre düsteren Schwestern herbei, um Charlie einem Test zu unterziehen, bei dem sich herausstellt, dass Charlie der Familientradition der Darkwoods folgt und eine spezielle Begabung besitzt. Daraufhin wird er von seinen Großtanten gezwungen, auf die Bloor-Akademie zu gehen, an der neben normalen Begabungen wie Schauspiel, Malerei und Musik eben auch Schüler mit ähnlichen Sonderbegabungen wie die seine unterrichtet werden. Es gibt neben seiner Fähigkeit, die Stimmen der Personen in Bildern zu hören und sogar in sie einzutauchen, ganz verschiedene andere Fähigkeiten: Telekinese, Wetterbeschwörung, Hypnose, Stimmungen von ehemaligen Eigentümern von Gegenständen wahrnehmen und viele mehr. Charlie entdeckt nach und nach, dass diese Sonderbegabungen in Familien weitergegeben werden, die alle von den zehn Kindern eines alten Magiers abstammen. Mit ihren Gaben haben diese Kinder aber auch ihre Zwistigkeiten und ihre Art, mit ihren Fähigkeiten umzugehen, von Generation zu Generation weitergegeben. So findet Charlie neben guten neuen Freunden auch bösartige, gefährliche und dunkle Gegenspieler, zu denen neben den Leitern der Akademie auch seine Großtanten gehören.
Als Charlie die Fotografie, bei der er seine Begabung herausgefunden hatte, an ihre rechtmäßige Besitzerin zurückgibt, erfährt er, dass das Baby auf dem Bild ihre Nichte Emma ist, welche kurz nach ihrer Geburt entführt wurde.
Charlie versucht nun an der Akademie, mehr über Emma herauszubekommen. Dies ist nicht leicht, denn er muss sich durch willkürliche Schulregeln und tyrannische Intrigen kämpfen, wobei er nach und nach auch gute Freunde kennenlernt. Bald hat er den Verdacht, dass Emma eine seiner Mitschülerinnen unter dem hypnotischen Einfluss von Manfred Bloor, dem Sohn des Schulleiters, sein könnte ...

In den folgenden Bänden stößt Charlie auf immer mehr Absonderlichkeiten und neue Einsichten um die Akademie, den roten König und die Zusammenhänge zwischen den speziell Begabten. Im zweiten Band taucht ein Junge aus der Vergangenheit auf, den der Vater des Schulleiters, der immer noch in der Akademie agiert, mit Hilfe einer Zeitkugel in der Geschichte herum schickt. Während Charlie und seine Freunde versuchen, ihn vor den Bloors zu verstecken und wenn möglich in seine Zeit zurückkehren zu lassen, verdichtet sich der Verdacht, dass Charlies Vater vielleicht noch am Leben sein könnte. Doch viel Zeit hat Charlie nicht dem nachzugehen, denn schon bald (im dritten Band) muss er einem unsichtbaren Jungen helfen, während seine Großtanten Pläne schmieden, ihn auf den rechten Weg, ihren Weg, zurückzubringen, notfalls auch unter Verlusten …
Auch die Bloors sind nicht tatenlos und versuchen, ihren Ahnherren Borlath ins Leben zurückzurufen. Stattdessen holen sie jedoch die Frau des roten Königs in Form eines Pferdes zurück, was der kleine Billy Raven, der mit Tieren sprechen kann, herausfindet. Um Billy ein für allemal aus dem Einfluss von Charlie heraus zu halten, wenden die Bloor’s wieder ihren Adoptionstrick an. Charlie und sein Onkel haben alle Hände voll zu tun, Billy aus deren Klauen zu befreien.
Im fünften Buch endlich kommt Charlie hinter das Geheimnis um seinen Vater. Seine Widersacher waren jedoch auch nicht müde und haben den bösen Lord Harken aus seiner Gefangenschaft im Bild des roten Königs befreit. Dieser hat keine Mühe, Charlies Mutter in seinen Bann zu ziehen, so dass Charlie jetzt nicht nur seinen Vater suchen muss, sondern auch noch seine Mutter aus dem verheerenden Einfluss befreien muss. Jetzt wie noch nie ist er auf seine Freunde und auf den roten König angewiesen.

Die drei abschließenden Bände enthalten die Versuche von Lord Harken nach und nach die Stadt an sich zu reißen. Doch ein merkwürdiger Ritter, der immer im richtigen Moment auftaucht, scheint etwas dagegen zu haben. Charlie wird zum Spielball der Geschehnisse, die sich immer mehr überschlagen. Als einzigen Wegweiser hat er sein Gewissen. Wird dies reichen, um zu einem guten Ende zu kommen?

Die Meinung von Markus (Slytherin) zu Die Kinder des roten Königs von Jenny Nimmo

Die Charaktere werden von Nimmo prägnant dargestellt und man wird schnell mit ihnen vertraut; auf detaillierte Charakterzeichnungen und Umgebungsbeschreibungen wird zugunsten der Handlung verzichtet. So kommt die Geschichte flott voran und wartet an allen Ecken mit teils einfachen, teils unvorhersehbaren Wendungen auf. Dennoch bleibt die Geschichte schlüssig und nachvollziehbar, auch wenn man die Bücher eine Weile aus der Hand gelegt hat, was kaum vorkommen dürfte, da man auf jeder Seite neugierig bleibt, wie es nun weitergeht. Dabei hat Nimmo ein gutes Gespür für die Probleme und Herangehensweisen der Kinder, sowohl bei ihren Charakteren als auch bei ihren Lesern.
Die Geschichte ist eine gelungene Mischung aus Internatsgeschichte und Detektivroman für Kinder, mit einigen würzenden übernatürlichen Zutaten. Alles in allem eine spannende, für Kinder und Kind gebliebene mit Genuss und Spaß lesbare Geschichte, die ich nur jedem empfehlen kann.

Anmerkungen:
Die Hörbuchfassung (ungekürzte Lesung!) von der Hörcompany, gelesen von Peter Lohmeyer, ist sehr gut umgesetzt und kann ebenfalls ohne Einschränkung empfohlen werden.
Wer gerne mal ein Buch auf Englisch lesen möchte ist mit Charlie Bone ebenfalls gut beraten. Insbesondere die Aufmachung der Taschenbücher (schön gestalteter Glitzereinband) lohnt schon fast die Anschaffung der ganzen Reihe.

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